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1. Virtueller Flohmarkt

wir können uns weiterhin nur in der virtuellen Welt begegnen. Machen wir das Beste draus!

Am nächsten Samstag, 6.2 um 18:30 Uhr veranstalten wir einen virtuellen Flohmarkt über Zoom. Jede*r Teilnehmer*n hat in diesem virtuellen Flohmarkt die Möglichkeit, Sachen vorzustellen, die sie / er tauschen, teilen oder verschenken will.

Wir von der Gruppe „Mehr-Wert-Deutschland“ wollen Möglichkeiten schaffen, um sparsamer mit Ressourcen umzugehen, z.B. eine Tauschbörsen-App anbieten.

Du darfst auch so am virtuellen Flohmarkt teilnehmen, ohne dass du Sachen anbieten kannst, z.B. weil dich die Angebote oder die Gruppe interessieren. Oder du neue Leute in deiner Umgebung kennenlernen möchtest.

Grober Zeitplan


18:30 Uhr Einladungslink wird veröffentlicht
18:45 Uhr Begrüßung und Talkrunde
19:00 Uhr Tauschen, Teilen und Schenken
20:00 Uhr Spiele, Gespräche, Stammtisch
21:30 Uhr Offene Runde

Jetzt anmelden

… und Platz sichern unter:

https://www.spontacts.com/a/shopping-style/basel/virtueller-flohmarkt-ueber-zoom-cdda7fbd-c36b-4dad-8eda-9d594edc2b7d

Oder schreib uns unter:

info@mehr-wert-deutschland.de

Dein „Ticket“ in Form des Zoom-Links erhältst du dann direkt, bzw. wird es hier veröffentlicht. 🙂

Liebe Grüße Sonja und Jürgen.
Wir freuen uns auf dich!

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Wir arbeiten aus Überzeugung!

Wir sind ein Team aus Freiwilligen! Rund um Marcus, Sonja, Celina und Nina glauben wir daran auch ohne einen 100 % bezahlten 9to5 Job den Mehr-Wert zu schaffen! Dennoch: Noch muss die Miete bezahlt, Essen gekauft, das Bahnticket beglichen werden und es gibt unvorhergesehenes …

Crowdfunding wird in die Sache investiert …

… nur falls etwas Puffer übrig bleibt werden wir die Leistung der einzelnen AkteurInnen vergüten! Das ist kein Muss, wäre aber eine schöne Geste.

Künftig sollte das System so funktionieren, dass sich die Anwendung inkl. Wartungsarbeiten und höchstens zwei Vollzeitstellen selbst trägt. Das ist machbar! Da sind wir uns sicher.

Abgrenzung des Themas

Das Thema Sharing Economy 2.0 ohne Geld am Beispiel der Plattform „Mehr-Wert“ ist aktuell und spricht eine breite Zielgruppe an. Sowohl ökologische als auch psychologische Aspekte spielen beim Teilen und Tauschen von Waren eine große Rolle. War es vor wenigen Jahren möglicherweise unschicklich, gebrauchte Kleidung zu tragen oder Nachbarn bei Kleinigkeiten um Hilfe zu bitten, so bietet es sich im Zeitalter von steigender Ressourcenknappheit wieder an. Außerdem sind die Angebote gestreuter Anbieter der bisherigen „Sharing Economy 1.0“ wie Air B’n’B, Uber und Co. bereits im Leben sämtlicher Menschen fest verankert. Der potenzielle User von „Mehr-Wert“ kann somit eine Person aus der breiten Bevölkerung der Industrienationen sein. Smartphone, Internet und Social Media beeinflussen das tägliche Leben dieser Menschen fortlaufend. Der Wunsch nach Einfachheit und ökologischen Ansätzen wird gleichzeitig immer größer. Wird also die simple Anwendung von „Mehr-Wert“ mit der Ökologie und Nachhaltigkeit übereinstimmen und weist gleichzeitig einen sozialen Aspekt auf, könnte es eine Bereicherung für die Zielgruppe sein.

Der wissenschaftliche Teil der Aktion wird von Sonja Eisele abgedeckt uns sollte bis zum 31.12.2021 fertiggestellt werden.

Ein Ausblick auf die Entwicklung unseres Konsumverhaltens wird dadurch sichergestellt.

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Teilen! Gestern, heute und morgen.

Im Beitrag vorhergehenden Beitrag ging es um den Gedanken an eine sogenannte Sharing Economy 2.0: https://mehr-wert-deutschland.de/2021/01/09/sharing-economy-2-0

In der wissenschaftlichen Ausarbeitung sollen hierzu grundlegende Fragen geklärt werden. Zuerst beleuchtet die Theorie der Ausarbeitung was Sharing Economy bedeutet und wie sie vom ursprünglichen Tauschhandel abgegrenzt werden kann. Einen Ansatz für Sharing als „Ökonomisches Prinzip“ liefert der Autor Russel Belk in seinem Buch „Why not share rather than own?“ (Belk, 2007, S. 127).

Behandelt wird der aktuelle Stand der Sharing Economy mit all ihren positiven und negativen Facetten. Von Tauschbörsen wie ebay Kleinanzeigen und Sharing-Plattformen wie Air B’n’B, wird behandelt warum Geld trotz altruistischer Grundidee eine große Rolle spielt, warum große Konzerne letztendlich auf kleine Plattformen einwirken und auch, wie eine nicht-monetäre Plattform aussehen könnte. Damit kommt Mehr-Wert zur Grundsatzfrage:

„Ist Sharing Economy und Tauschhandel auch ohne monetären Einsatz möglich? Bleibt bei dieser Variante die Möglichkeit den altruistischen Gedanken zu pflegen und eine langfristig, stabile Gemeinschaft aufzubauen?“

Werden Menschen diesen gemeinschaftlichen Gedanken langfristig pflegen können und gleichzeitig die Wirtschaft erhalten?!

Die zweite Forschungsfrage bezieht sich auf die konkrete Umsetzung im Rahmen des Prototyps „Mehr-Wert“ und wie Crowdfunding (weitgehend ohne Geld), gekoppelt mit Social-Media-Maßnahmen, die Akzeptanz und die Zukunft der Sharing Economy langfristig erhöhen können.

„Kann die Sharing Economy 2.0 am Beispiel der „Mehr-Wert“ Aktion wirklich ohne Geld funktionieren? Wie läuft die Crowdfunding-Kampagne und die Social-Media-Kampagne ab und bringt sie einen Mehrwert für die Non-Profit Aktion?“

Geschichte der Sharing Economy

Im Jahr 1984 tauchte das erste Mal der Begriff Sharing Economy auf. Der Wirtschaftswissenschaftler Martin Weitzman brachte mit seinem Buch „The Share Economy: Conquering Stagflation“ Lösungsansätze für die andauernde Inflation in den USA hervor. Grundlage der Sharing Economy ist der Gemeinschaftskonsum. Die Idee ist also nichts Neues, denn gemeinschaftliches Nutzen anstelle vom Kauf einzelner Güter gibt es, seit es Menschen gibt. So bekommen die Nachfrager das Recht für eine zeitlich befristete Nutzung (Bendel, 2012) eines Gutes oder es findet ein Tauschhandel statt.

Im theoretischen Teil dieser Arbeit soll erörtert werden, was Sharing Economy bedeutet, vom Grundgedanken bis zur derzeitigen Umsetzung. Ist der grundlegende Diskurs abgehandelt, kann eine neutralere Erläuterung stattfinden. Die grundlegenden Gedanken und Fragen der Sharing Economy sollen damit untersucht werden und ein Ausblick auf eine neue Ausrichtung geschaffen werden.

Diverse Plattformen bieten Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit für neuartige und oftmals gemeinnützige Projekte an. In erster Linie geht es auch hier um die monetäre Finanzierung. Hier stellt sich die Frage, ob Finanzierungsmöglichkeiten auch „geldlos“, also durch Sach- oder Arbeitsleistungen möglich sind. Gerade, wenn es um ein gemeinnütziges Projekt geht, welches eine Tausch- und Sharing Economy Plattform zum Ziel hat. Die Relevanz von Werbung, insbesondere Mundpropaganda auf lokaler Ebene und auf Social Media wird nebensächlich untersucht. Möglicherweise bietet sich über diese Online Medien eine der wenigen kostenfreien Werbemöglichkeiten für die Plattform Mehr-Wert.

Aus diesem Grund soll im Theorieteil ausgearbeitet werden, in welchem Umfang der altruistische Gedanke der Sharing Economy von Anfang an gepflegt werden kann, und in welcher Form die Sharing Economy und Tauschhandel in einer digitalen Community ohne den Einsatz von Geld möglich werden kann und ob es bereits Tendenzen im deutschsprachigen Raum gibt. Der derzeitige Forschungsstand wird überprüft werden und es wird ermittelt, ob vergleichbare Untersuchungen schon vorliegen. Es sollen so Eckpunkte herauskristallisiert werden, welche auch für die hier geplante, praktische Studie relevant sind. Die Frage, ob Crowdfunding und Social Media hier wirksam werden können, soll repräsentativ von der Zielgruppe beantwortet werden.

Auch Mehr-Wert braucht eine Finanzierung

Jeder Gründungsprozess, ob Startup-Unternehmen oder „Non-Profit-Projekt“, benötigt eine Finanzierung. Je nachdem, um was es sich bei dem Projekt handelt, sind monetäre Mittel meistens unvermeidbar. Handelt es sich allerdings um eine rein digitale Aktion, ist es möglich anstelle von Geld auch konkrete Dienstleistungen und Unterstützer zu suchen, die mit Rat und Tat einwirken. Einzige Kostenfaktoren wären dann: Zeit, Wissen und Fixkosten (für Räumlichkeiten, Programme, etc.).

Das Projekt „Mehr-Wert“ sucht daher auf der Crowdfunding-Plattform „StartNext“, primär im deutschsprachigen Raum nach Unterstützern. Ein monetäres Fundament wird angestrebt um die Fixkosten zu decken. Der Schwerpunkt der Aktion liegt aber darauf, Menschen zu finden, die ihre Hilfe gemeinnützig anbieten möchten. Genauso, wie die spätere Applikation später nicht-monetär funktionieren soll.

Ziel von „Mehr-Wert“ ist es, eine Tauschbörse zu erschaffen, die zuerst als Website und im nächsten Schritt als Applikation für Smartphones herausgegeben werden kann. Nach dem Grundgedanken der Sharing Economy soll es über die App künftig möglich sein auf lokaler und überregionaler Ebene Waren und Dienstleistungen zu tauschen oder zu teilen. Die App benötigt dafür minimale Angaben der User:

  • Standort (der sensibelste Punkt)
  • Warenangebot
  • Warengesuch
  • E-Mail-Adresse
  • Verifizierung (um Echtheit der User zu bestätigen)

Weitere Angaben dürfen eingetragen werden, sie sind jedoch freiwillig, da der Schutz der Daten auch in diesem Rahmen oberste Priorität hat. Warengesuche- und Warenangebote können mit einem einfachen Umkreisfilter angezeigt werden und die potenziellen User haben die Chance, direkt und privat den Tauschhandel zu begehen. Das Konzept soll vergleichsweise einfach funktionieren, die Privatsphäre dennoch schützen und auf lokaler Ebene einen direkten Nutzen für die User haben.

In Anschluss an den theoretischen Teil soll untersucht werden, ob es via Crowdfunding möglich ist, Website und Applikation erstmals ohne monetäre Mittel zu erstellen. Dies könnte dadurch funktionieren, dass sich möglichst viele, private Helfer finden, die das Projekt unterstützen. Weiter soll mittels direkter Befragung (primäre Datenquelle) statistisch dargestellt werden, ob sich Unterstützer finden und ob potenzielle User eine unentgeltliche Sharing und Tauschplattform überhaupt annehmen würden, unter Verwendung des Prototyps. Gleichzeitig wird getestet, ob die Bewerbung über Social-Media und Crowdfunding-Kampagne eine hohe Reichweite und positives Feedback von potenziellen Usern erzielen können. Zudem wird ermittelt, für welche Waren und Dienstleistungen das Portal langfristig verwendet werden kann und ob es unentgeltlich überhaupt tragbar und ausbaufähig ist oder die Sharing Economy 2.0 doch eher eine Illusion bleibt.

Die schriftliche Umfrage mit circa drei Monaten Bearbeitungszeit soll dazu führen, dass ein großer Personenkreis für das Thema sensibilisiert wird. Nach einem weiteren Monat soll stichprobenartig im zuvor befragten Personenkreis eine telefonische Befragung durchgeführt werden, um eine Aussage über aktuelle und zukünftige Verhaltensweisen von Nutzern treffen zu können.

Möchten die Menschen diesen Mehr-Wert?!

Da eine repräsentative Befragung in der Grundgesamtheit der Test User im deutschsprachigen Raum schwierig ist, beziehen sich die erhobenen Daten und Analysen überwiegend auf einen Teil Süddeutschlands und die Schweiz.

Die erste Methode hat den Vorteil, dass sie recht einfach abzuwickeln und auszuwerten ist. Problematisch könnten die Rücklaufquote und die Bereitschaft zur Teilnahme an einer schriftlichen Umfrage sein. Es ist hier wichtig, soziodemografisch zu unterscheiden und auch zwischen Viel- und Wenig Nutzern einer Plattform wie „Mehr-Wert“ zu differenzieren. Diese Problembereiche müssen von Anfang an berücksichtigt werden. Die Umfrage wird zudem auf maximal 500 – 1000 Fragebögen beschränkt sein.

Die zweite Methode der telefonischen Befragung ist etwas aufwendiger als Methode eins. Die Rücklaufquote ist jedoch als recht hoch zu erwarten, da sich die gewählten Personen schon durch den Fragebogen mit dem Thema beschäftigt haben. Hier können maximal 50-60 Befragungen durchgeführt werden.

Mehr zur konkreten Umsetzung folgt in den nächsten Berichten auf dieser Seite.

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Sharing Economy 2.0

Nachhaltigkeit ohne Geld am Beispiel der Plattform „Mehr-Wert?!

Ja! Sie ist noch eine Vision. Wir nehmen das Thema Nachhaltigkeit jedoch ernst und teilen und tauschen schon heute!

Der nachfolgende Text dient als Grundlage für mein Master-Exposé! Ich freue mich über jegliche Anmerkungen und über Kritik. Deine Sonja!

Konditionierung? Onlineshopping!

Onlineshopping ist beliebter denn je. Im Jahr 2020, unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie, haben sich mehr Käufe denn je auf das Internet verlagert. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein der Menschen für die Schonung von Ressourcen und der Wunsch nach nachhaltigen Produkten ständig an. Was eigentlich nach einem Wiederspruch klingt, hat zum neuen Motto der „Sharing Economy“ –zu Deutsch: Personen teilen Waren und Dienstleistungen online, geführt. So gibt es bereits Autos oder Wohnungen, die geteilt werden, aber auch im kleineren Rahmen oder auch gegen wenig Entgelt werden Waren über Tauschbörsen wie ebay Kleinanzeigen, verschenkt, weiterverkauft oder geteilt.

Insgesamt werden Parallelen zwischen der Sharing Economy und dem rasanten Wachstum von Social Media und den Web-Applikationen festgestellt. Geteilter Konsum wird durch Social Media nämlich noch einfacher. Ehemals passive Konsumenten sind in diesen Online-Bereichen zu aktiven Nutzern geworden. Damit wird das Teilen, Tauschen und Verschenken von Haushaltsgegenständen, Wohnungen und Fahrzeugen immer beliebter und beinahe alles ist für jedermann zugänglich.

Social Media werden daher nicht mehr ausschließlich zum Teilen von Informationen genutzt und der Wunsch nach nachhaltigem, minimalistischerem Leben findet spätestens seit „Friday for Future“ –zu Deutsch: Freitag für die Zukunft, besonders in den Generationen Y und Z immer mehr Anklang. Daher werden im Zusammenspiel von Crowdfunding und Social Media, neue Aktionen und Projekte stark, die am Rande der kapitalistischen Märkte stattfinden. An dieser Stelle möchte „Mehr-Wert“ anknüpfen.

In der Master-Thesis 2021

… soll untersucht werden, welche Bedeutung die Sharing Economy aktuell hat. Dabei wird sie als „Sharing Economy 1.0“ bezeichnet. Durch die Finanzierung per „Crowdfunding“ –zu Deutsch: Finanzieren durch mehrere freiwillige Personen, wird ein Prototyp der Applikation (kurz: App) und Plattform namens „Mehr-Wert“ geschaffen, die sämtliche, tauschbare Leistungen und Waren zur Verfügung stellt. Ganz ohne monetäre Bezahlmöglichkeit. Das heißt, es sollen nur Waren oder Leistungen gegen andere Waren oder Leistungen eingetauscht werden. Damit soll eine sinngemäße „Sharing Economy 2.0“ geschaffen werden.

Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.
 (Marie von Ebner-Eschenbach)

Wurzeln der Menschheit

Menschen haben einen gewissen Drang nach materiellen Gütern, nach Eigentum und Besitz. Gleichzeitig existiert der Drang etwas Gutes für andere zu tun, sei es im Rahmen der Familie, im Grundgesetz einer Demokratie oder im Verständnis der verschiedenen Religionen: Das „helfen wollen“ ist fest verankert in den Wurzeln der Menschheit. Das Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach beschreibt, wie echte Hilfe von Menschen untereinander monetäre und materielle Aspekte hinfällig machen kann. Mit dem „Earth Overshoot Day“, zu Deutsch: Welterschöpfungstag wird berechnet an welchem Tag alle Ressourcen für ein Jahr verbraucht sind, die die Erde in diesem einen Jahr wieder vollständig herstellen könnte.

Earth Overshoot Day

Menschen haben einen gewissen Drang nach materiellen Gütern, nach Eigentum und Besitz. Gleichzeitig existiert der Drang etwas Gutes für andere zu tun, sei es im Rahmen der Familie, im Grundgesetz einer Demokratie oder im Verständnis der verschiedenen Religionen: Das „helfen wollen“ ist fest verankert in den Wurzeln der Menschheit. Das Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach beschreibt, wie echte Hilfe von Menschen untereinander monetäre und materielle Aspekte hinfällig machen kann. Mit dem „Earth Overshoot Day“, zu Deutsch: Welterschöpfungstag wird berechnet an welchem Tag alle Ressourcen für ein Jahr verbraucht sind, die die Erde in diesem einen Jahr wieder vollständig herstellen könnte.

Inzwischen ist es so, dass der Drang des Menschen nach materiellen Gütern so stark anwächst, dass dieser Tag im Jahr 2020 bereits am 22. August erreicht wurde. Das sind noch etwas mehr als vier Monate bevor das Jahr 2020 beendet wird. In vorhergehenden Jahren wurde hier ein Anstieg verzeichnet, 2016 beispielsweise war der 08. August der Earth Overshoot Day, 2019 sogar der 29. Juli 2019. Möglicherweise bedingt durch die Corona-Pandemie, ist das Datum nun zum ersten Mal wieder leicht rückläufig. Gemäß der Forscher von Global Network Footprint bräuchte die Menschheit rund 3.1 Planeten wie die Erde, wenn alle Länder der Welt so exzessiv leben würden wie beispielsweise Deutsche, Österreicher und Schweizer oder allgemein die Industrienationen. Möglicherweise wird aus diesen Gründen genau in den reicheren Regionen der Welt der Drang nach Ressourcenschonung erkennbar. Denn es ist bekannt, dass vor allem in diesen Teilen der Welt das Gleichgewicht zwischen materiellen Gütern und dem Wunsch, Gutes zu tun, dabei oft ins Wanken gerät.

Können wir digital und Altruismus verbinden? Klar!

Ein Ansatz für eine Besserung der Situation liegt in der Sharing Economy, die das Teilen von Gütern anstelle des neuen Herstellens von Gütern zum Thema hat. Dabei stellt sich die Frage, ob Sharing Economy ein temporärer Trend ist oder auch, wie das Teilen noch flächendeckender praktiziert werden kann, damit wirklich alle Personen einer Volkswirtschaft, zum Beispiel in Deutschland, die Chance haben, an der ökologischen Alternative teilzuhaben.

Kritisch soll hinterfragt werden, welche Rolle Social Media dabei spielen, die Welt des Kaufens und Besitzens zurück in eine Welt des Teilens zu verwandeln. Teilweise entstehen durch die Sharing Economy auch neue, soziale Probleme. Bei Plattformen wie Air B’n’B und Co. ist zwar das altruistische Teilen die Grundidee, doch da auch auf dieser Plattform mit Geld bezahlt wird, wurden einige Unterkünfte der Plattform fortlaufend systematisch und kommerziell vermietet, also analog zu anonymen Hotelangeboten. Andere Kleinstanbieter konnten aus diesem Grund unter Umständen bereits Konkurs anmelden.

Das Projekt „Mehr-Wert“, das über Crowdfunding, aber weitgehend ohne monetäre Hilfe erarbeitet werden soll, verzichtet aus diesem Grund auf jegliche Bezahlungsmodelle und setzt rein auf den Austausch der Menschen untereinander. Ob und wie das funktionieren wird, wird im Rahmen der Master-Thesis kritisch beleuchtet.

Mehr zum Thema im nächsten Beitrag …

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Wie kann ich einfach nachhaltig leben?

Diese Frage kreist mir seit einiger Zeit durch den Kopf!

Ich heiße Sonja und bin heute am 31.12.2020 28 Jahre alt und versuche mich neu zu orientieren. Mein Herzenswunsch ist es etwas zu erschaffen, das Nachhaltigkeit einfach, sexy und alltagstauglich macht.

Allein werde ich das nicht schaffen. Deshalb benötige ich deine Hilfe!

Personal Branding als Mehr-Wert

Publicity ist nicht was ich suche! Doch mit DIESER Aktion möchte ich mein Gesicht zeigen. Denn das Thema liegt mir am Herzen. Doch nicht nur mir …

Zum Glück habe ich gute FreundInnen. Schon jetzt stehen sie mir mit Rat und Tat zur Seite. Gerade in einem Jahr wie dieses 2020, welches von Veränderungen und Abstand geprägt ist, ist es wunderbar zu wissen, dass Menschen dennoch füreinander da sein können. Ein Schatz, der wertvoller ist als Geld oder sonst ein Reichtum.

Die Aktion die auf: teilen, tauschen und schenken setzt

Ich selbst bin nicht immer ressourcenschonend unterwegs. Seit einigen Jahren merke ich, dass etwas in meinem Leben verkehrt läuft. Das beziehe ich nicht darauf, dass mir etwas fehlt. Vielmehr darauf, dass ich viel zu leicht Zugriff auf jegliche verschwenderische Aktivität habe. Teilweise erscheint mir das bereits als der Standard?!

Im Jahr 2018 hatte ich noch einen guten Job – oder vielmehr mit einem Gehalt. Ich sah es als Chance beruflich zu reisen und einen gewissen Luxus zu genießen. Schnell, teuer und immer mehr.

Doch dann fing ich an Fragen zu stellen. Warum tue ich das? Warum tun es andere? Was ist der Sinn daran, wenn ich heute in Basel und morgen in London präsentiere. Das geht auch besser, einfacher und macht mich zufriedener! Durch Entschleunigung habe ich mein Leben verbessert UND ich schone die Umwelt.

Wie können wir gemeinsam etwas verbessern, ohne gleich ALLES verändern zu wollen.

Vegan, vegetarisch, ökologisch …

Ich versuche mich jeden Tag zu verbessern. Einige Dinge sind nicht vorbildhaft. Noch immer besitze ich die Flasche aus Plastik, reise zweimal im Jahr mit Auto und/oder selten mit dem Flugzeug und ich liebe heiße Duschen.

Soweit so gut.

Was bedeutet jetzt echt einen Unterschied zu machen? Ich behaupte, wir müssen jede/r für sich selbst überlegen:

WAS BRAUCHE ICH WIRKLICH? WAS HINDERT MICH?

Herausforderungen, die bestehen:

  • Nachhaltig ist oft teuer (Beispiel: Billige Fertigwindel = günstig, recycelbare Fertigwindel = teuer)
  • Nachhaltigkeit ist kompliziert (Beispiel: Bestellung online = einfach, Fußweg zum Bauernhof im Dorf = kompliziert)
  • Nachhaltig dauert länger (Beispiel: Fahrt mit dem Auto = 5 Minuten, Fahrt mit dem Fahrrad = 20 Minuten)
  • Nachhaltig ist uncool (Beispiel: Neues Kleid = MitschülerInnen finden das cool. Gebrauchtes Kleid = MitschülerInnen finden das uncool)
  • Nachhaltig ist nicht möglich (Beispiel: To Go mit Plastikgeschirr = hygienisch, To Go mit eigener Dose = gesetzlich nicht vorgesehen)
  • Nachhaltigkeit schadet der Wirtschaft (Beispiel: Neues Gerät = Arbeitsplätze sichern. Gebrauchtes Gerät = Wirtschaft wird nicht begünstigt)
  • Nachhaltigkeit hat Makel (Beispiel: Supermarkt-Apfel = glänzt. Hofapfel = hat einen Wurm)

Das sind einige Herausforderungen, die gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch darüber hinaus bestehen. Wenn Fleisch günstiger ist als die nachhaltige Alternative läuft dann grundsätzlich etwas falsch? Ja, oder? Das bedeutet der Teufelskreis von Tierleid, Überproduktion und Verkauf ist so weit fortgeschritten, dass ich mir die nachhaltige Alternative unter Umständen NICHT leisten kann. Aber heute kann ich es mir (noch) leisten. Und ich kann zeigen, dass die nachhaltigen Alternativen oft sehr gut UND günstig sind!

Also kann ich / können WIR gemeinsam verändern.

Das bedeutet meiner Meinung nach nicht mal, dass komplett auf etwas verzichtet werden muss! Natürlich benötige ich mal einen neuen Artikel, mal ein To Go Gericht und setze mich unter Umständen mal ans Steuer.

Ich kann aber versuchen zu bewirken, dass ein Umdenken stattfindet.

Den Mehr-Wert zeigen!

Mit einigen FreundInnen arbeite ich am Projekt Mehr-Wert!

Wir wollen aktiv beweisen, dass tauschen, teilen oder verschenken genauso attraktiv sind wie der Neuerwerb von Dingen. Damit soll die Wirtschaft nicht untergraben werden! Im Gegenteil, die einzelnen Ressourcen werden wortwörtlich Mehr-Wert werden, da sie länger genutzt werden können.

Der Kern von Mehr-Wert in Kürze:

  • Tauschen, teilen und schenken für alle Menschen
  • Wir werden den uralten Ansatz der Nachbarschaftshilfe stärken
  • Erst regional, dann global werden wir eine App programmieren und testen
  • Alltagstauglich und attraktiv schaffen wir eine Metaebene für nachhaltige AnbieterInnen
  • Wir möchten andere AnbieterInnen unterstützen und keine Konkurrenz sein

Schon nach kurzer Recherche haben wir tolle Projektansätze entdeckt:

Ein leichter Ansatz, um dich und mich zu unterstützen

Meine absolute Heldin – und das obwohl ich sie noch nicht lange kenne – ist Anke! Sie ist buchstäblich ein @wastelesshero! www.wastelesshero.com

Und es gibt noch viele andere HeldInnen:

Und viele, viele andere mehr!

Sie alle brauchen unsere Unterstützung! 😊

(Habe ich deine großartige Aktion vergessen? Gib‘ mir einfach kurz Bescheid!)

Mit dieser Anzeige habe ich mich bei Ashoka beworben

Mein Name ist Sonja Eisele und ich hege seit meiner Schulzeit den Lebenstraum, eine soziale und ökologische Veränderung zu begleiten. Ich war bereits in ehrenamtlichen Feldern, wie Flüchtlingsbetreuung (Caritas Luzern) sowie internationalen Programmen (Kinderbetreuung Marokko) im Einsatz und habe das Gefühl, dass Mehr-Wert ein sinnvoller Ansatz auf verschiedenen Ebenen ist. Aktuell engagiere ich mich an unserer VHS und dem Klimakreis Lörrach.

Ich habe heute einen kleinen Sohn (5 Monate) und wünsche mir eine müllfreie und solidarische Zukunft für ihn. Deshalb habe ich mit Freundinnen die Aktion Mehr-Wert erschaffen. Noch als Prototyp und eher auf lokaler Ebene möchten wir per Crowdfunding und Social Media möchten wir schon im nächsten Jahr mehr Aufmerksamkeit generieren und eine digitale Applikation sowie die eigentliche Vision unterstützen und ausbauen.

Es ist meinem Team und mir ein Anliegen, Ressourcenschonung auch während Corona zu begünstigen, sie zu vereinfachen und auf lange Sicht auch für ärmere Länder und Regionen einen echten Mehr-Wert zu erschaffen. Beginnen möchten wir hier. Wir wollen die aktuelle Wirtschaft nicht konkurrenzieren, aber dabei begleiten, ökologischer zu werden.

Ein einfaches Beispiel aus meinem Alltag: Wegwerfwindeln sind billig und einfach zu bekommen, die Bestellung in einem größeren Onlineshop neuer Waren ist sehr einfach und günstig. Möchte ich eine ökologische Alternative? Dann bezahle ich entweder viel für ein Ökoprodukt oder ich muss mich an Tauschbörsen wenden. Natürlich kenne ich einige der alternativen Angebote und nutze sie aktiv. Das war nicht immer so: Ich weiß, dass die Tauschringe teilweise unbekannt und daher ungenutzt bleiben. Das macht mich persönlich traurig und hier möchte ich ansetzen.

Zudem fehlt eine simple Aufklärung im Bereich Nachhaltigkeit.

Ich hoffe persönlich, dass unsere Aktion bei der ashoka.org angehört wird und wir ein Gespräch vereinbaren können oder etwas Unterstützung erhalten. Bei Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. Herzlichen Dank und eine schöne Adventszeit, Sonja

Ich bin nicht perfekt! Aber ich möchte einen kleinen Schritt in die richtige Richtung tun …

… doch dafür brauche ich deine Hilfe!

Interessierst du dich für Mehr-Wert? Dann unterstütze uns, egal ob beim Crowdfunding (Februar/März 2021), mit einem Beitrag oder einer genialen Unterstützung beim Umsetzen der Werte: teilen, tauschen und verschenken.

Lass‘ uns gemeinsam Ressourcen sparen!